Umwelt & Grünflächen

Riddagshausen, Buchhorst, Oker, Querumer Wald, Ölper See, Wallring, die Innenstadtparks und vieles mehr zeichnen Braunschweig als besonders grüne Stadt aus. Doch Natur- und Umweltschutz bedeuten viel mehr als nur auf diese Glanzpunkte den Fokus zu richten. Klimaschutz, der Erhalt des natürlichen Lebensraums für einheimische Tiere und Pflanzen, die Planung, Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit Auswirkungen auf die Natur und uns Menschen bedürfen ständig unserer Aufmerksamkeit.

Zum heutigen Tag des Baumes

Heute ist Tag des Baumes – am 25. April 1951 wurde er erstmals von den Vereinten Nationen ausgerufen. Ein guter Zeitpunkt, um sich dem aktuellen Zustand der Bäume in der Stadt zu widmen. Wie wir aus aktuellen Antworten der Stadtverwaltung auf Anfragen der CDU-Ratsfraktion erfahren konnten, haben die vergangenen drei Frühjahrsstürme eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Lage der Stadtbäume ist nicht ganz so schlimm wie nach Kyrill im Jahr 2007. Damals stürzten allein in Braunschweig etwa 1.000 Bäume um. Die Nachpflanzungen beliefen sich nach groben Schätzungen auf rund 2,3 Millionen Euro.  

Klimaschutz ist der Stadt zu teuer

In Deutschland macht der Gebäudesektor beim Ausstoß von Treibhausgasen aktuell etwa 30 Prozent aus. Davon entfallen fast 70 Prozent auf Raumwärme. Fast 40 Prozent der Wohngebäude sind nicht saniert und weitere 52 Prozent sind nur teilsaniert. Zahlen zu städtischen Gebäuden liegen nicht vor. Wenn wir auch lokal das 1,5 Grad-Ziel aus dem Pariser Abkommen ernstnehmen, müssen wir herausfinden, wo in Braunschweig am dringendsten saniert werden muss. Da liegt es nahe, die Verwaltung zu fragen, wie sie plant, das herauszufinden. 

Sinnvoller Klimaschutz ohne Verbote

Neben der Förderung von E-Mobilität und intelligenter Verkehrssteuerung, die im Verbund bereits zu deutlich vermindertem CO2-Ausstoß führen, gilt es verstärkt, auf Dach- und Fassadenbegrünung und das Pflanzen von Straßenbäumen zu setzen. So können einerseits Schadstoffe in der Luft minimiert und andererseits kann kühleres Stadtklima realisiert werden. Das dafür bestehende städtische Förderprogramm muss weiter aufgebessert und vor allem mit Anreizen speziell für private Bauherren attraktiver gemacht werden.  

Ernst machen bei der Dachbegrünung!

Bis in das Jahr 2017 reichen die intensiven Bemühungen der CDU zurück, über entsprechende kommunale Förderprogramme verstärkt private und gewerbliche Immobilien neben städtischen Gebäuden in den kommunalen Klimaschutz einzubinden. Seitdem wird regelmäßig und erfolglos die Wiederaufnahme eines großzügigeren Förderprogramms, das schon aus den 90er Jahren stammt, beantragt. Es ist endlich Zeit für mehr Grün in Braunschweig! 

Klimaschutzkonzept 2.0 ist unausgegoren

Klimaschutz ist eine Mammutaufgabe, auch kommunal. Seit mehr als zehn Jahren wird das Braunschweiger Klimaschutzkonzept fortgeschrieben, aber ohne über Zwischenziele zu formulieren und regelmäßig Ergebnisse zu überprüfen. Jetzt holt der grüne Umweltdezernent das Klimaschutzkonzept von 2010 aus der Schublade und stellt überrascht fest, dass das alles nicht ausreicht, was damals beschlossen wurde.  

Bahnstadt als Klimaquartier planen

Ein Stadtviertel, das weniger Energie verbraucht als es produziert? Kann es das geben? Ja, ein Blick ins Schwabenland zeigt, wie es funktionieren kann. In Esslingen wird das ehemalige und lange brach liegende Güterbahnhofsgelände zu einem Klimaquartier umstrukturiert. In der Neuen Weststadt werden nicht nur 450 Wohnungen und die Pädagogische Hochschule neu gebaut, sondern auch zusätzliche Büro- und Gewerbeflächen ausgewiesen. 

Ja zum Ausbau des ÖPNV, nein zur Campusbahn

Seit weit mehr als fünf Jahren nutze ich das Jobticket unserer Verkehrs GmbH, um täglich zur Arbeit und wieder nach Hause zu fahren. Was den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in unserer Stadt angeht, habe ich also eine gewisse Kompetenz. Deshalb liegt mir auch der weitere Ausbau der Stadtbahn am Herzen. Denn wenn wir noch mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV bewegen wollen, dann müssen wir auch ein attraktives Angebot schaffen. Die Strecken nach Rautheim und auch nach Volkmarode (idealerweise mit einer Weiterführung nach Lehre) sind deshalb extrem sinnvoll. Die von der Verwaltung vorgeschlagene und von Rot-Grün lange Zeit verteidigte Campusbahn lehne ich jedoch entschieden ab! 

Zieht den Störern den Stecker raus!

Zu der Häufung von Blockade- und Störaktionen gegen Volkswagen in der Region gehen mir viele Fragen durch den Kopf. Verstehen kann ich sie nicht. Den Aktivisten geht es ums Klima, um unser Klima auf der Erde. Soweit, so gut. Sie selbst aber schüren mit ihren Piratenaktionen ein gesellschaftliches Klima der Spaltung. Sie stigmatisieren das, was den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen ausmacht und gefährden so den Lebensunterhalt der Menschen in unserem Land.

Der Hagenmarkt – eine Betrachtung aus der Zukunft

Wie gerne würde ich irgendwann einmal auf das Jahr 2021 zurückblicken und mich darüber freuen, dass die Stadt Braunschweig in diesem Jahr nach einem Ratsbeschluss für die Umplanung des Hagenmarktes sich für eine zusätzliche Begrünung des Hagenmarktes entschieden hätte. Aber nein! Nach jahrelanger Vorplanung nach dem Sturm Xavier im Jahre 2017 und einem Bürgerbeteiligungsprozess, der vielleicht an den Wahrnehmungen der Zeit vorbeilief, wollte der Rat zunächst fraktions- und parteiübergreifend vernünftig für mehr Grün entscheiden. Doch es kam anders. SPD und teilweise auch die Grünen entschieden dagegen und für einen neuen Antrag: eine neue Neuplanung – mit noch viel mehr Stadtplanungsbüros. Ja, das war mal innovativ.