Kinder & Jugend

Das Wohlergehen und die Entwicklungsperspektiven unserer Kinder und Jugendlichen liegen uns besonders am Herzen. Starkes Braunschweig will ein Sprachrohr sein für ihre Wünsche und Bedürfnisse. Kinderbetreuung, Spielplatzgestaltung oder Schulausstattung behalten wir als thematische Schwerpunkte kritisch im Blick.

Sprachlernklassen für alle Schulformen

Teilhabe ohne Sprache funktioniert nicht! Für Schülerinnen und Schüler, die aus einem anderen Land zu uns kommen und die kaum Deutsch sprechen können, wird für eine erfolgreiche Schullaufbahn zu wenig getan, auch in Braunschweig. Sie werden nur unzureichend ihren Begabungen und Bedürfnissen entsprechend gefördert werden. So sieht die Situation für diese Schülerinnen und Schüler aktuell in der Regel in Braunschweig und Niedersachsen aus: Sie erhalten einen dreimonatigen Sprachkursus und werden dann auf die Schulen verteilt. Sie haben dann zwei Jahre Zeit, Deutsch zu erlernen und werden danach genau wie alle anderen Mitschülerinnen und Mitschüler bewertet. 

Basketball spielen auf dem Freiplatz vor Gericht

Was für ein Hickhack! Nach Anwohnerprotesten und Lautstärke-Messungen baute die Stadt auf dem Spiel- und Jugendplatz Madamenweg die Basketballkörbe zunächst ab, um den Lärmpegel zu verringern. Kurz darauf hängte sie sie wieder mit dem Hinweis auf einzuhaltende Ruhephasen wieder auf. Die bundesweit geltende Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) lässt eben Spielraum in der Auslegung. 

Jugendparlament für Braunschweig

Obwohl bei Kommunalwahlen junge Erwachsene von 16 Jahren ihre Stimme abgeben können, findet die Meinung der Jugend tatsächlich weiter viel zu wenig Gehör in der Stadtpolitik Braunschweigs. Denn die Jugendlichen unter 16 Jahren haben nur wenig Möglichkeit zur politischen Teilhabe. Um das zu verändern, wird in vielen Nachbarkommunen bereits ein Jugendparlament gewählt. Dort kann sich die Jugend artikulieren und so stärker in die Kommunalpolitik einbringen. Mit der Konstituierung des neuen Rates bietet es sich auch in Braunschweig an, ein Jugendparlament ins Leben zu rufen und wählen zu lassen. 

Mehr digitale Ausstattung für mehr Bildung

Das Internet ist immer noch Neuland? Während der Pandemie musste man sich diese Frage leider erneut stellen. Trotz des meist ausreichenden Wissens über den Umgang mit Technik sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrer-Seite, fehlte es vor allem an der benötigten Hardware beim Home-Schooling. Ein „Familiencomputer“ hat plötzlich bei weitem nicht mehr ausgereicht. Viele Eltern konnten bei der Ausstattung ihrer Kinder gut einspringen, aber ein finanzieller Aufwand war es zweifelsohne. 

Zukunft unserer Kinder sichern

Die Corona-Krise hält uns weiter in Atem. Insbesondere Kindern und Schülern fehlen auch in Braunschweig zurzeit essentielle Bestandteile für ein gutes Heranwachsen. Der Austausch mit Gleichaltrigen und der wichtige soziale Kontakt zu Freunden wurde über ein Jahr lang immer wieder beinahe auf null reduziert. Auch eine vernünftige pädagogische Unterstützung beim Lernprozess kann zuhause nicht wie in der Schule oder in der Kita geleistet werden. Der digitale Unterricht funktioniert zwar, kann aber bei Weitem nicht den Präsenzunterricht ersetzen. Wer kann schon über die Dauer eines Jahres alleine vor seinem Laptop sitzend durchgehend konzentriert dem Unterricht folgen? 

Braunschweiger Schulen brauchen Luftreinigungsgeräte

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte in Braunschweig haben in den vergangenen Monaten durch die Corona-Krise von vollständigem Homeschooling und Betreuung zu Hause bis hin zum ständigen Lüften bei winterlichen Temperaturen im Klassenraum wirklich alles mitgemacht. Hinzu kommt die ständige Unsicherheit, wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergeht, und, ob die gestern beschlossenen Maßnahmen morgen auch noch Gültigkeit haben. Für die Schüler entsteht so ein äußerst unzuverlässiges Lernumfeld, in dem kaum noch eine konstante Lernleistung abgerufen werden kann.